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Mehr Engagement für den Luftfahrtstandort Deutschland
#1
Gewerkschaften, Unternehmenschefs und Betriebsräte fordern von der Politik mehr Engagement für den Luftfahrtstandort Deutschland

Vorsitzende und CEOs unterzeichnen gemeinsame Erklärung

CEOs von Unternehmen und Vorsitzende von Betriebsräten und Gewerkschaften der Luftverkehrswirtschaft unterzeichneten heute in Berlin gemeinsam eine Agenda mit Forderungen und Vorschlägen, mit denen die Politik wieder faire Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige Luftfahrt schaffen soll.

„Nur wenn die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Luftfahrt in Deutschland wettbewerbsfähig bleibt, kann sie auch in Zukunft Arbeitsplätze und die gewohnte Qualität sichern. Es ist an der Politik, wieder für faire Rahmenbedingungen in der Luftfahrt zu sorgen und damit dauerhaft Arbeitsplatzsicherheit zu schaffen“, sagte Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

„Wir bekennen uns zum Standort Deutschland und wollen uns dem Wettbewerb im internationalen Luftverkehrsmarkt stellen. Damit werden wir aber nur erfolgreich sein, wenn unsere Unternehmen nicht durch nationale Alleingänge wie die Luftverkehrsteuer einseitig belastet werden“, so Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft.

„Deutsche Luftfahrtunternehmen und ihre Arbeitnehmer können sich jedem Wettbewerb stellen, solange faire Rahmenbedingungen bestehen. Wir befinden uns aber mittlerweile auf einem ungleichen Spielfeld. Die deutschen und europäischen Sonderregeln führen zu Wettbewerbsverzerrungen, die letztlich unsere Arbeitsplätze kosten.“, so Ilja Schulz, Präsident der Vereinigung Cockpit.

„Im Wettbewerb sind tarifliche und gesetzliche Arbeits- und Sozialstandards ein hohes Gut und Basis für Qualität, hohe technische Kompetenz und Sicherheit im Luftverkehr und an den Flughäfen. Ihre Anwendung muss für alle in Deutschland stationierten Unternehmen und Mitarbeiter ausländischer Unternehmen gleichermaßen gelten “, so Nicoley Baublies, Vorsitzender der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation e.V. (UFO).

Die Forderungen der gemeinsamen Agenda sind insbesondere:

- Tarifliche und gesetzliche Arbeits- und Sozialstandards müssen für alle Unternehmen gelten und müssen vom Gesetzgeber und den Behörden überwacht und ggf. durchgesetzt werden.

- Die Luftverkehrsteuer muss wieder abgeschafft werden.

- Drittstaaten müssen in den Emissionshandel mit einbezogen werden. Dies kann nur durch eine weltweite Ausgestaltung erreicht werden.

- Betriebsbeschränkungen an Flughäfen sind nur als letztes Mittel anzuwenden. Weitere Einschränkungen bei den Betriebszeiten werden abgelehnt

- Mittel aus dem Energie- und Klimafonds müssen für die Erforschung alternativer Treibstoffe und Antriebe zur Verfügung stehen.

Die Agenda unterzeichneten: Claudia Amier (Betriebsrat Fraport AG), Nicoley Baublies (Unabhängige Flugbegleiter Organisation e.V.), Christine Behle (ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft), Christoph Blume (Flughafen Düsseldorf), Frank Bsirske (ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft), Dr. Christoph Franz (Deutsche Lufthansa AG), Martin Hellwig (Betriebsrat Flughafen Hamburg GmbH), Michael Kerkloh (Flughafen München GmbH), Eckhard Lieb (Konzernbetriebsrat Deutsche Lufthansa AG), Dr. Wolfgang Prock-Schauer (Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG), Dr. Stefan Schulte (Fraport AG), Ilja Schulz (Vereinigung Cockpit e.V), Klaus-Peter Siegloch (BDL-Präsident), Edgar Stejskal (Konzernbetriebsrat Fraport AG) und Ralf Teckentrup (Condor Flugdienst GmbH).

Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V.
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