Licht an! Was bedeutet die Beleuchtung am Flugzeug?

  • Funkelnde Sterne am nächtlichen Himmel faszinieren die Menschen seit eh und je. Durch den modernen Luftverkehr kommen heute schnell bewegliche und blitzende Variationen hinzu. Es ist die Außenbefeuerung von Flugzeugen, die in der Nacht auffällt. Diese Lichter dienen der Sicherheit.



    (C) Foto Lufthansa


    Verkehrsflugzeuge sind deshalb mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Lampen bestückt. „Sehen und gesehen werden“, die alte Grundregel des Luftverkehrs hat auch heute noch ihre Gültigkeit. Die Piloten erkennen anhand der unterschiedlichen Farben sogar, in welche Richtung ein anderes Flugzeug gerade unterwegs ist. Dies ist durch die Positions- oder Navigationslichter möglich. Diese Lampen sind an den Tragflächenenden und als Begrenzung am Heck angebracht. Sie leuchten in einem Umkreis von 360 Grad und zwar so, dass immer mindestens ein Licht erkennbar ist und sich aus der jeweils sichtbaren Farbe die Flugrichtung ergibt. Wie bei Schiffen leuchtet auf der Backbordseite (links) in Flugrichtung eine rote und auf der Steuerbordseite (rechts) eine grüne Lampe. Auf beiden Seiten strahlen die Lichter in einem Winkel von 110 Grad. Die Heckbeleuchtung ist weiß und in einem Winkel von 140 Grad sichtbar. Positionslichter müssen entsprechend der Luftverkehrsordnung 30 Minuten vor dem Sonnenuntergang und bis 30 Minuten nach dem Sonnenaufgang eingeschaltet sein; auch am Boden.


    Am Blitzlicht kann man sie erkennen
    Zusätzlich gibt es an Verkehrsflugzeugen weiße Blinkleuchten. Die so genannten Stroboskoplichter oder Strobes sind ebenfalls an den Tragflächenenden installiert, sind sehr lichtintensiv und dienen als weitere Erkennungshilfe. Die Intensität der Positions- und Stroboskoplichter durchdringt auch leichte Wolken und Nebel. Bei der Blinkfrequenz gibt es je nach Flugzeugmuster leichte Unterschiede. Die Strobes werden von den Piloten schon bei Erreichen der Startbahn eingeschaltet und bleiben während des gesamten Flugs aktiv. Ähnlich ist die Signalwirkung der Kollisionswarnlichter oder Beacons. Die in der Regel roten Blinklichter befinden sich häufig an der Rumpfunter- und Rumpfoberseite. Diese Warnlampen blitzen immer wieder auf, sobald die Triebwerke laufen und bleiben während des gesamten Fluges eingeschaltet.


    Achtung, rollendes Flugzeug
    Davon zu unterscheiden ist die Lande- oder Rollbeleuchtung. Sie verhilft bei Start und Landung Piloten und Bodenpersonal zu besserer Sicht. Zu den Landelichtern zählt das Runway-Turn-Off-Light, welches sich häufig an den Stützen des Fahrwerks befindet und ein gleißendes Licht wie ein Nebelscheinwerfer beim Auto produziert. Die Seitenwinkel werden damit besser ausgeleuchtet. Dank der hohen Lichtstärke können selbst Vögel vertrieben werden. So genannte Taxi-Lights sitzen meistens im Bugrad und erzeugen nur am Boden Helligkeit. Auch sie haben als Rollbeleuchtung eine
    Doppelfunktion: als Scheinwerfer für die Besatzung und als Erkennungszeichen für die Bodencrew. Taxi-Lights signalisieren: Achtung, Flugzeug rollt. Zu einer noch jungen Generation von Leuchtmitteln gehören die TaxiKamera-Lights, die beispielsweise bei dem längsten Passagierflugzeug, dem Airbus A340-600 und dem neuen Großraum-Airbus A380, notwendig sind. Denn durch diese zusätzlichen Scheinwerfer kann im Dunklen die Position des Fahrwerks beim Rollen auf dem Bildschirm im Cockpit sichtbar gemacht werden.


    Noch spezifischer ist die Funktion der Wing-Lights (Flügellichter), die den Piloten Hinweise für eine mögliche Vereisung geben können. Sie werden eingeschaltet, um Tragflächenvorderkanten und Triebwerkseinläufe zu beleuchten. So lässt sich vom Cockpit aus besser erkennen, ob enteist werden muss. Last not least befindet sich weniger für den Durchblick und eher zu Präsentationszwecken am Leitwerk das Logo-Light. Es sorgt dafür, dass bei Lufthansa der Kranich am Leitwerk immer im rechten Licht erscheint. Wer das erkennt, weiß endgültig, dass er am Nachthimmel ein Flugzeug und nicht einen Stern oder ein Ufo erblickt hat.


    (C) Lufthansa Newslink

  • Moin,

    Am Blitzlicht kann man sie erkennen
    Zusätzlich gibt es an Verkehrsflugzeugen weiße Blinkleuchten. Die so genannten Stroboskoplichter oder Strobes sind ebenfalls an den Tragflächenenden installiert, sind sehr lichtintensiv und dienen als weitere Erkennungshilfe. Die Intensität der Positions- und Stroboskoplichter durchdringt auch leichte Wolken und Nebel. Bei der Blinkfrequenz gibt es je nach Flugzeugmuster leichte Unterschiede.


    Mich würde ja mal interessieren, ob es für die Blink-Frquenzen Vorschriften bzw. Muster gibt.


    Manche blitzen nur mit einem Licht andere wieder mit drei usw.


    Vielen Dank

  • Übrigens kann man an den Blitzlichtern auch zwischen Herstellern unerscheiden. Bei Airbus blinken die Strobes immer 2 Mal kurz hintereinander, bei Boeing immer nur einmal.

  • Moin,


    :D Mir kommt da gerade ne nette Idee, habt einen Moment Geduld muss da was zu recht machen. :)


    Bis gleich


    Vielen Dank für den Link Olaf


    Edit:


    So hier is es...


    Was für ein Flugzeug könnte das sein.... ? :shy:



    Hatte ich so beobachtet, wer es errät darf als nächster eins zurecht machen, ok. :D

  • Jou Sascha hat recht, der A380 blitzt so in etwa. :)


    @Flughafenkind, ob die anderen so oder so ähnlich blitzen kann ich leider nicht sagen, nur der A300-600 von LH ist mir bekannt das der so blitzt, allerdings nur die Weißen Lichter.


    Gut, MD11 Du darfst eine Annimation zurecht basteln, bin gespannt. :D


    Gruß

  • Naja, aber das weisse blitzen on the top, hab ich bei A380 noch nie gesehen, es sei denn, du hast das aus der heckansicht gemacht, nur dann wäre das weisse blitzen bissel zu hoch. ^^

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