Malaysia Airlines im dritten Quartal 2011:


  • Wachstum wiederum durch gestiegene Treibstoffkosten überholt

    Frankfurt/Main, 29. November 2011

    Im dritten Quartal 2011 sind die Erträge von Malaysia Airlines im Vergleich zu 2010 um fünf Prozent von 810 Millionen Euro auf 849 Millionen Euro gestiegen. Wegen wiederum gestiegener Treibstoffkosten sowie nicht realisierter Währungsverluste aus US-Dollar-Anleihen musste die Fluggesellschaft für das dritte Quartal 2011 dennoch einen Nettoverlust von 114 Millionen Euro verbuchen. Der kumulative Nettoverlust beträgt 297 Millionen Euro.

    Der operative Verlust im dritten Quartal liegt bei 37 Millionen Euro. Dies ist eine massive Verbesserung gegenüber den beiden ersten Quartalen 2011 mit minus 98 Millionen im zweiten und minus 74 Millionen im ersten Vierteljahr.

    Ahmad Jauhari Yahya, CEO Malaysia Airlines Group, sagt: „Das Management konnte in diesem schwierigen Quartal die Verluste sehr schnell eindämmen. Aufgrund der proaktiven Maßnahmen hat sich das operative Ergebnis substantiell verbessert.“ Im Vergleich zum vorangegangen Quartal stiegen die Passagier-Erträge um elf Prozent. Der Ertrag pro Passagierkilometer lag gegenüber der Vergleichsperiode 2010 um sechs Prozent höher, der Ertrag pro verfügbarem Sitzkilometer um drei Prozent.

    Malaysia Airlines betrachtet auch das operative Umfeld für das vierte Quartal 2011 als schwierig für Fluggesellschaften: Abgesehen von den Treibstoffkosten auf anhaltend hohem Niveau bewirkt die sich verschlechternde wirtschaftliche Situation in Europa eine Schwächung der Nachfrage für Langstreckenflüge. Als sofortige Gegenmaßnahmen werden das dynamische Ertrags-Management verstärkt und weitere kommerzielle Initiativen zur Entschärfung der Situation ergriffen. Dennoch geht die Fluggesellschaft davon aus, dass die Ergebnisse im letzten Vierteljahr unter denen des dritten Quartals liegen werden.

    Malaysia Airlines wird alle Bereiche ihres Betriebes überprüfen. Die Untersuchung des Netzwerkes zur Eliminierung verlustbringender Strecken zugunsten eines möglichen Ausbaus ertragreicher Verbindungen in Asien läuft bereits. Eine Verschlankung des Streckennetzes hätte die frühere Rückgabe älterer Flugzeuge und dadurch die Erhöhung der Treibstoffeffizienz zur Folge.

    Diese strategischen Initiativen sind Teil einer Reihe weiterer Schlüsselmaßnahmen des neuen Business-Plans, der im Dezember bekanntgegeben wird. Im Zusammenhang mit dem Rahmenvertrag über die Zusammenarbeit zwischen Malaysia Airlines, AirAsia und Air Asia X sind unter anderem effizienzsteigernde Maßnahmen in den Bereichen Training, Bodendienste, Wartung, gemeinsame Beschaffung sowie die Einführung von „Best Practice“-Verfahren geplant.

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